Album Out

Der salzgraue Raum inmitten des Dreiecks von Erfolg, Schönheit und Glück. Zwischen Einsamkeit, Zweifeln und richtungsloser Sehnsucht nach einem anderen Ich. Dort sammeln The Air We Breathe die Geschichten für ihr Debütalbum „Things Between“, das sie am 18. Mai im Club Stereo Nürnberg offiziell vorstellen. Christoph Schuster (Gesang, Gitarre), Christian Schoppa (Schlagzeug, Gesang), Constantin Blos (Klavier, Gitarre, Gesang) und André Heßler (Bass) machen seit 2016 gemeinsam ausgefeilten Indie voll leiser Traurigkeit. Das die Songs dabei nie ihre Leichtigkeit, Tanzbarkeit und die unwiderstehliche Versuchung zum Mitsummen verlieren, liegt nicht allein an den sorgfältig ausgearbeiteten Arrangements und den wortfeilen Texten, sondern auch am kratzigen Charme der Musiker. Ohne Interesse an glitzernden Effekten präsentieren sie die 10 Songs ihres Albums geradlinig, hochemotional und ohne Angst vor der eigenen Verletzlichkeit. Von der Hoffnung auf ein neues Wir (The Perfect Unknown), der Möglichkeit eines anderen Anfangs (How I Changed) und der Suche nach echtem Kontakt (My Soul) singen The Air We Breathe Songs für Clubs, Barabende, Nürnberg.Pop, Acoustic Sessions im Erlanger Markgrafentheater und all die Gelegenheiten, bei denen man einen Freund braucht, der einem schweigend den nächsten Gin einschenkt.

Das die Nürnberger Meister ihres Fachs sind, verbreitet sich inzwischen über die Grenzen des mittelfränkischen Sprachraumes hinaus. Das Plattenlabel Hicktown Records hat The Air We Breathe noch vor dem Release unter Vertrag genommen und den Vertrieb bei Cargo Records gesichert.

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Kritik

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, sich auf nürnberg.pop vorzubereiten. Sorgfältig zwei Routen (eine für schönes Wetter, eine für Wind und Regen) mit Programm, Stoppuhr und Straßenkarte ausarbeiten. Oder sich einfach durch die Nacht treiben lassen und nach Belieben in jede Location hineinsaugen lassen, aus der einem hochklassige Musik an den Ohren zieht. Ersteres sorgt dafür, dass man Stars und altbekannte Lieblinge von einer strategischen Position zwischen Eingang, Bühne und Lautsprechern aus tatsächlich genießen kann. Und Zweiteres dafür, dass unangekündigt Bands dem geneigten Zuhörer klugen, erwachsenen, schimmernden Melancholic Pop so hart ins Herz fluten, dass man mit Freunden alle Pläne in kleinen Schnipseln in die Pegnitz streut, um noch ein und noch ein Lied hören zu können.

So geschehen mit The Air We Breathe, die für die grippeverseuchten Indiepopper von Leak spontan den Konzertslot des Hotel Aldina übernahmen. In der elegant kronbeleuchteten Bar behaupten die hoteleigenen Meetingbesucher und Touristen vom ersten Ton ab fasziniert lauschend ihre Plätze und überlassen dem später hereinströmenden schönheit- und musikaffinen nürnberg.pop-Publikum keinesfalls freiwillig eine gute Sichtachse auf The Air We Breathe. Durch alle Altersgruppen, Muttersprachen und Gehaltsklassen wird gelauscht, gewippt, genickt. Das unprätentiöse Quartett gehört zu den raren Musikerformationen, bei denen man sogar dem Schlagzeuger noch jeden Ton glaubt. Eine musikalisch tief verbundene Bandeinheit statt einer Aufreihung von Einzelegos. Christoph Schuster (Gesang und Gitarre), Christian Schoppa (Schlagzeug und Gesang), Constantin Blos (Klavier, Gitarre, Gesang) und André Heßler am Bass erschaffen in ihren konzentrierten, mühelos zwischen Melodie und Dynamik schwebenden Songs die Welt, in der man jenseits der 27 gerne leben würde. Mit Leistungsdruck, mit Schmerz, mit Abschied, mit Traurigkeit. Und der Möglichkeit, damit umzugehen, sich zu entschuldigen, langsamer und trotzdem weiter zu machen und all die schönen Augenblicke am Wegrand intensiv wahrzunehmen. Die vier sind Könner an ihren Instrumenten, entspannend unaffektierte Live-Performer und detailverliebte Songwriter an der Grenze zum Textfetischismus. Und das Beste daran? Sie sind zwischen den Songs immer wieder unfassbar witzig und sympathisch. Sie bringen genug Selbstironie mit, um aus einem Song über Selbstekel und die eigenen Fehler (Shame) einen Mitsingsong mit akuter Ohrwurmgefahr zu machen. Mal rockig, mal sanft, nie belanglos: The Air We Breathe sind wandelbar genug, um elegante Bars genauso füllen zu können wie angesagte Clubs. Sie liefern den Soundtrack für Roadtrips (Letters), Abende mit abwesenden Freunden (My Soul), neue Lieben (The Perfect Unknown) und gute Gründe, doch wieder von vorne anzufangen (To the Moon) . Und sei es nur, um noch ein Konzert von The Air We Breathe hören zu können.

Lisa Hübner, Moderatorin bei Radio Z

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